Kill Bill – oder Gedanken sortieren

Was sind in einer Zeit wie dieser noch „normale“ Gedanken?

Ich frage mich gerade: wäre es normal in dieser Zeit keine „unnormalen“ Gedanken zu haben?
Diese ganz Zeit ist total verrückt, warum erlauben wir es dann unseren Gedanken nicht? Die sind nämlich genauso überrascht und überfordert, wie wir selbst.
Und sie müssen genauso einen Weg finden jetzt erstmal damit klar zu kommen. Mit etwas, das es in der Art noch nie gab. Erlauben wir ihnen, mal kurz verrückt zu spielen, sich auszutoben und schauen vom Gatter aus belustigt zu.
Mit diesem nachsichtigen Blick, den Mütter haben, wenn ihre völlig überdrehten Kids durch die Bude toben. Aber bitte nicht ohne peinlich drauf zu achten, dass nichts passiert oder irgendjemandem vor lauter „holter-di-polter“ noch weh getan wird.

Denn nicht vergessen: alles ist relativ. Und wenn man es in der Relation betrachtet, wird es schon wieder normal.
Eine Freundin von mir macht sich derzeit viele Gedanken um den Tod. Sie arbeitet im Krankenhaus und bekommt mit, wie es sich sukzessive auf den Notstand und natürlich mögliche Sterbefälle vorbereitet.
Ist es da nicht normal über den Tod nachzudenken? Wichtig ist nur, dass sie darin nicht hängen bleibt, sondern sich wieder ans Leben erinnert.
Eine andere Freundin hat derzeit waschechte „Kill Bill“ Fantasien ihrem Mann gegenüber und fragt sich, ob Klamotten kaputt gehen, wenn man sie samt der drin steckenden Kids an den Boden tackert.
Jetzt muss man wissen, dass sie ihren Full-Time Job derzeit in einer ziemlich engen 3-Zimmer Wohnung managt während sie 3 kleine Kinder unterrichtet, ihr Mann sich aber lieber Computerspielen widmet.
Ist es da nicht normal, dass man irgendwann alles an die Wand klatschen will?
Wichtig ist nur, dass man im Auge behält, dass zerbrochene Krüge nie wieder ohne Macken sein werden – Corona indess irgendwann zur Geschichte zählt.

Der beste Anzeiger ist vielleicht nicht über die Frage: „normal oder nicht?!“  zu lösen.
Vielleicht sollten wir uns die Frage stellen: aus welchem kleinen Sorgen-Gedankenkreisel komme ich gut wieder raus und wann beginne ich wirklich Schaden zu nehmen?
Wann tut es mir nicht mehr gut? Wann droht daraus eine schwarz-klaffende depressive Phase zu entstehen?  Wann gehe ich wirklich Gefahr ein, eine Kurzschlußaktion zu starten, die ich ewig bereuen werde?

Hier nochmal der goldene Tip von Byron Katie mit ihren Fragen:

So kann man sich zum Beispiel bei allen schlimmen Gedanken, die jetzt so reinschneien immer fragen.

–       Ist es wahr, was ich denke?
–       Kann ich mit 100% Sicherheit sagen, dass es wahr ist? (hier zählen nur echte Beweise!)
–       Zu wem werde ich, wenn ich das glaube? Was macht das aus mir?
–       Zu wem würde ich hingegen, wenn ich es nicht glaube?

Großer Tip an Gedanken-„spinner“ wie mich: öfters mal mentalen Corona-Urlaub machen. Tips dazu: in einem gesonderten Artikel.

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